DJI Inspire 2

Am 13. November 2014, präsentierte DJI den Inspire 1. Ziemlich genau zwei Jahre später – am 15. November 2016 – steigt der Nachfolger in die Lüfte auf. Der hat es in sich. DJI hat sich die Wünsche der Piloten genau angehört – vieles von dem ist in den Inspire 2 eingeflossen.

Der Copter

Beim Aussehen hat sich zwischen Inspire 1 und 2 nur wenig geändert. Es ist weiterhin ein Quadrocopter, die Größe ist praktisch identisch, das hoch- und runterfahrbare Landegestell ist geblieben, die windschnitte Form des Gehäuses – all das ist geblieben. Erst beim Blick auf die Details werden die Unterschiede deutlich. Erster Punkt ist das graue Gehäuse. Das besteht nicht mehr aus Kunststoff sondern einer Aluminium-Legierung. Das sieht nicht nur extrem hochwertig aus, sondern fühlt sich auch so an. Neben diesem offensichtlichen Unterschied sind es zahlreiche technische Änderungen.

Akkus

Beim Inspire 2 sorgen zwei Akkus für die Energieversorgung. Die werden von hinten in die Aufnahme geschoben. Jeder der beiden LiPo TB50 6S-Akkus hat 4280 mAh bei einer Basisspannung von 22,8 Volt. Die Flugzeit liegt laut DJI damit bei deutlich mehr als 20 Minuten beim Einsatz der X5S. Vergleichen mit der Inspire 1 und der X5R, die maximal 14 Minuten in der Luft blieb, ist das ein erheblicher Gewinn an Airtime. Wird der Inspire 2 mit der X4S geflogen, soll die Flugzeit rund 27 Minuten betragen. Die Akkus sind mit einer Heizung ausgestattet, so dass auch bei niedrigen Temperaturen ein sicher Flug gewährleistet ist.

Propeller und Antrieb

Die Propeller werden beim Inspire 2 mit einem ähnlichen Quick-Release-System installiert, wie beim Vorgängermodell. Es stehen zwei Propeller-Varianten zur Auswahl: Variante 1 (1550 T) mit einer maximalen Flughöhe von 2.500 Meter über Normal Null und Variante 2 für Flüge bis zu einer Höhe von 5.000 Meter über Normal Null. 

Ausgestattet ist der Inspire 2 mit neuen Motoren. Die liefern mehr Power und bringen eine Höchstgeschwindigkeit von über 100 km/h. Dadurch können mit dem Copter auch schnelle Verfolgungsflüge gemacht werden. Die maximale Steiggeschwindigkeit beträgt 5 m/s beziehungsweise 6 m/s im Sport-Modus. Abwärts geht's dann mit maximal 4 m/s.

Sensoren

Der Inspire 1 hatte lediglieh den Bodensensor, der bis zu einer Höhe von rund 2,50 Meter arbeitete und die Hähe per Ultraschall sehr genau ermittelt. Der Sensor hält den Copter außerdem auf Position, wenn kein GPS zu Verfügung steht. Dieser Sensor ist auch wieder beim Inspire 2 eingebaut, arbeitet aber nun bis 10 Meter. Zusätzlich gibt es einen weiteren Sensor, der den Bereich über dem Copter überwacht, bis zu einem Abstand von 5 Metern. Bei Indoorflügen ist so die Gefahr verringert, dass der Inspire gegen die Decke fliegt. 

Damit nicht genug: Ein nach vorne ausgerichteter Sensor, verhindert Kollisionen mit Hindernissen in Flugrichtung. Die Reichweite beträgt rund 30 Meter und arbeitet bis zu einer Geschwindigkeit von gut 50 km/h. Seitliche Sensoren, wie sie der DJI Phantom 4 Pro hat, fehlen beim Inspire 2.

Signalverarbeitung

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Inspire 1 und dem Inspire 2 ist die Signalverarbeitung der Kameradaten. Bei den bisherigen Kameramodellen X3, Z3, X5 und X5R wurden sämtliche Daten direkt in der Kamera verarbeitet. Das heißt die Kameras arbeiteten autark und konnten daher auch auf dem Handgimbal OSMO genutzt werden. Beim Inspire 2 ist dies nun anders. Die komplette Signalverarbeitung der Bilddaten geschieht nicht mehr in der Kameraeinheit, sondern im Copter. Dafür verantwortlich ist der sogenannte CineCore 2.0. Dieser ist extrem leistungsfähig und bringt erhebliche Vorteile für die Weiterverarbeitung der aufgezeichneten Videodaten.

Die Kameras

Eine der größten Kritikpunkte beim Inspire 1 war die Kamera. Dabei ging es nicht um die Bildqualität der einzlenen Modelle, sondern vor allem um die geringen Datenraten bei Videoaufnahmen. Nur die X5R konnte im RAW-Format mit mehr als 60 Mbit/s aufnehmen. Allerdings ist die Weiterverarbeitung der Daten nicht gerade ein Vergnügen. Genau hier hat DJI beim Inspire 2 mit zwei neuen Kameras nachgelegt: der X5S und der X4S. Beide Kameras lassen sich, wie bei den alten Modellen um jeweils 330 Grad nach rechts und links drehen.

X5S

Wie man am Namen schon erraten kann ist gehört die X5S zur X5-Familie und hat einen Micro-Four-Third-Sensor. Der hat nun nicht mehr 16 Megapixel, sondern 20,8 Megapixel (5280 × 3956 Pixel). Der maximale Dynamikumfang beträgt 12,8 Blendenstufen. Die bekannten Olympus-Objektive können weiterhin genutzt werden:
Olympus M Zuiko 12mm f2.0
Olympus M Zuiko 17mm f1.8
Olympus M Zuiko 25mm f1.8
Olympus M Zuiko 45mm f1.8
Olympus 14-42mm f3.5-5.6
Zusätzlich kann nun auch das
Olympus M Zuiko 9-18mm f4.0-5.6
verwendet werden. Außerdem natürlich das Original 15mm f1.7 von DJI oder Panasonic

Die Steigerung auf 20,8 MP allein wäre aber noch kein großer Schritt. Den gibt es bei Videoaufnahmen: Die X5S nimmt in 4k 4096 x 2160 mit maximal 60fps auf. Und das nicht mit 60 Mbit/s sondern in CinemaDNG mit 4,0 Gbit/s. Alternativ mit 30fps und 2,4 Gbit/s ins CinemaDNG oder 100 Mbit/s in H.264 oder H.265. In der Auflösung 3840 x 2160 kann zusätzlich noch in Apple ProRes 422 HQ oder 444 XQ aufgenommen werden. Hier die komplette Übersicht aller Aufnahmeformate:

CinemaDNG
5.2K (5280 × 2970): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 12-bit, up to 4.2 Gbit/s
5.2K (5280 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 12-bit
4K (4096 × 2160 und 3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97 / 47.95p, 12-bit, up to 3.6 Gbit/s
4K (4096 × 2160 und 3840 × 2160): 50 / 59.94p, 10-bit
 
ProRes
5.2K (5280 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 10-bit, 422HQ mit 1.8 Gbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 10-bit, 422HQ mit 1.3 Gbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 10-bit, 444HQ mit 2.1 Gbit/s
 
H.264
C4K (4096 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97 / 47.95 / 50 / 59.94p, 100 Mbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97 / 47.95 / 50 / 59.94p, 100 Mbit/s
2.7K (2720 × 1530): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 80 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p,  100 Mbit/s
FHD (1920 × 1080): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 60 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 80 Mbit/s und 119.88p, 100 Mbit/s
 
H.265
C4K (4096 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 100 Mbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 100 Mbit/s
2.7K (2720 × 1530): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 65 Mbit/s und  47.95 / 50 / 59.94p, 80 Mbit/s
FHD (1920 × 1080): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 50 Mbit/s und  47.95 / 50 / 59.94p, 65 Mbit/s  und 119.88p, 100 Mbit/s
 
Wichtig: Um die beiden Formate CinemaDNG und ProRes nutzen zu können, müssen die entsprechenden Lizensen gekauft werden.
 
Die Speicherung der Daten erfolgt bei CinemaDNG und ProRes auf einer SSD. Der Slot dafür befindet sich auf der Rückseite des Inspire 2 zwischen den Akkus. Zur Zeit stehen Kapazitäten von 120 oder 480 GigaByte zur Verfügung. Die SSDs der X5R können nicht verwendet werden.
 
Die ISO-Empfindlichkeit der Kamera reicht non von ISO 100 bis ISO 6400 für Videos und ISO 25600 für Fotos. 
 
X4S

Die X4S ist quasi der Nachfolger der X3 – allerdings mit vielen Neuerungen. Das fängt an mit dem Sensor: Statt des 1/2.8" Sensors der X3, zeichnet die X4S mit einem 1" Sensor auf. Der hat 20 Megapixel Auflösung und einem Dynamikumfang von 11,6 Blendenstufen. Zusätzlich neu: Die Kamera hat keine feste Blende mehr, sondern eine variable von f2.8 bis f11 bei einer Brennweite von 24mm, auf Kleinbildformat gerechnet. 

Die Datenraten der X4S liegen bei maximal 100 Mbit/s – die Aufnahmeformate CinemaDNG und ProRes stehen nicht zur Verfügung sondern H.264 und H.265. Hier die genauen Auflösungen und Datenraten:

H.264
C4K (4096 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97 / 47.95 / 50 / 59.94p, 100 Mbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97 / 47.95 / 50 / 59.94p, 100 Mbit/s
2.7K (2720 × 1530): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 80 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 100 Mbit/
FHD (1920 × 1080): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 60 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 80 Mbit/s
HD (1280 × 720): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 30 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 45 Mbit/s

H.265
C4K (4096 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97, 100 Mbit/s
4K (3840 × 2160): 23.976 / 24 / 25 / 29.97, 100 Mbit/s
2.7K (2720 × 1530): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 65 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 80 Mbit/s
FHD (1920 × 1080): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 50 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 65 Mbit/s
HD (1280 × 720): 23.976 / 24 / 25 / 29.97p, 25 Mbit/s und 47.95 / 50 / 59.94p, 35 Mbit/s
 

Die ISO Emfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 6400 für Videos und ISO 12800 für Fotos.

Zum Schluss die schlechte Nachricht: Die "alten" Kameras X3, Z3, X5, X5R und XT sind NICHT am Inspire 2 nutzbar, die beiden neuen Kameras X5S und X4S sind NUR am Inspire 2 nutzbar – die Anschlüsse am Gimbal sehen komplett anders aus. Einen Adapter für die alten Kameras wird nach derzeitigem Stand nicht geben. Dies liegt auch daran, dass die komplette Bildverarbeitung nicht mehr in der Kamera erfolgt, sondern im Copter.

FPV-Kamera

Neben den zur Zeit zwei angebotenen Kameras, hat die Inspire 2 eine weitere eingebaute Kamera. Bravo! Denn auch genau das war einer der Kritikpunkte: Der Pilot des Copters verliert schnell die Orientierung, wenn der Cam-Operator "wie wild" die Aufnahmekamera schwenkt. Die Problem ist nun mit der sogenannten FPV-Kamera (First-Person-View) gelöst. Die zeigt immer nach vorne in Flugrichtung, so dass der Pilot jederzeit die Orientierung behält. Das Bild der Kamera kann entweder bildschirmfüllend angezeigt werden oder als Bild-in-Bild. 

Fernsteuerung

Die Fernsteuerung des Inspire 2 sieht der der Inspire 1 ähnlich. Neu ist allerdings das Innenleben und die Übertragungsrechnik. Es können nun 2,4 GHz und 5.8 GHz genutzt werden, je nachdem auf welchen Kanälen weniger Stürungen vorhanden sind. Die Reichweite beträgt in Deutschland nach CE maximal 3,5 Kilometer auf 2,4 GHz. Bei den Anschlüssen hat sich nichts geändert: USB, HDMI und Zubehörport für den FOCUS. Eine wesentliche wichtige Neuerung. Der Abstand zwischen Master- und Slavefunke kann nun bis zu 100 Meter betragen, ohne dass es zu Bildabbrüchen kommt. Mein Test wird zeigen, ob das stimmt.

Flugmodi

Es gibt diverse neue Flugmodi. Der wohl wichtigste ist die Objektverfolgung bei der der Inspire 2 seitlich neben dem zu verfolgenden Objekt herfliegt. Generell soll die Objektverfolgung in allen Modi verbesert worden sein und noch präziser funktionieren. Mehr dazu in meinem ausfürhlichen Test des Inspire 2.

Fazit

Die DJI Inspire 2 ist kein Ersatz für Inspire 1, sondern eine Ergänzung. Sicher wird es Piloten geben, die von der Inspire 1 auf die 2 aufrüsten. Dies werden vor allem Videographen sein, die Wert auf höchste Qualität und schnelle Datenverarbeitung legen. Für Standardanwendungen ist und bleibt die Inspire 1 eine hervorragende Wahl. Ausgestattet mit der X5 oder gar der X5R liefert sie hervorragende Foto- und Videoqualität. Ob die Sensorik wichtig ist und von Profis als wichtig empfunden wird, muss jeder selbst beurteilen. In der Zusammenfassung nochmal die Verbeserungen gegenüber der Inspire 1:
– längere Flugzeit durch Doppelakku
– bessere Videoqualität durch CinemaDNG und ProRes
– neue X5S Kamera mit 20 Megapixel MFT-Sensot
– neue X4S Kamera mit 20 Megapixel-1"-sensor
– Sensorik nach vorne und oben
– neue Flugmodi
– FPV-Kamera
– bis zu 100 Meter Abstand zwischen Master- und Slavefunke

DJI OSMO Handgimbal

Mit dem Phantom hat DJI Luftaufnahmen revolutioniert. Das gleiche hat der chinesische Hersteller nun am Boden mit dem OSMO vor. Mit dem kleinen Handgimbal lassen sich perfekte Aufnahmen am Boden machen. Dabei setzt DJI auf die gleiche Kameratechnik wie beim Inspire 1. Auf dem leichten Handgriff ist eine Kamera X3, die auch am Inspire zum Einsatz kommt. Der 3-Achs-Gimbal sorgt für perfekt stabilisierte Aufnahmen. Dank zahlreichem Zubehör kann der OSMO vielfältig eingesetzt werden: Zu Fuß, beim Selfie, auf dem Fahrrad, am und im Auto oder Boot oder beim Interview auf einem Stativ. Dank verschiedener Aufnahmemodi können Zeitlupen- und Zeitrafffer-Aufnahmen gemacht werden.

Zwei Varianten

Den OSMO gibt es in zwei Varianten:
– In der ersten Version wird der OSMO mit einer eigenen X3-Kamera ausgeliefert (749,00 Euro). Die ist im Gegensatz zur X3 des Inspire schwarz, sieht aber sonst genauso aus.
– In der zweiten Version wird nur der Handgriff mit dem Akku, dem Ladegerät und dem Handyhalter geliefert (299,00 Euro). Diese Variante ist für Piloten, die einen Inspire 1 mit einer weißen X3-Kamera haben. Die kann dann auf dem OSMO genutzt werden.

Zur Zeit (Stand Februar 2016) kann die X5 Pro / RAW noch nicht auf dem OSMO genutzt werden. Mit einem Umbau (Abschleifen des Bajonettrings) kann die Kamera zwar am OSMO angebaut werden, allerdings werden noch nicht alle Funktionen in der App unterstützt. Um die X5 in vollem Umfang nutzen zu können, ist ein Adapter von DJI erforderlich und eine Anpassung der App. Beides soll Ende Februar verfügbar sein.

Die Technik

Um den OSMO nutzen zu können, muss ein Smartphone per WLAN mit der Kamera verbunden werden. In der DJI GO-App lassen sich dann alle Funktionen wie beim Phantom 3 oder Inspire 1 steuern. Smartphones bis zur Größe des iPhone 6 plus passen in den Halter, der seitlich vom Handgriff angebracht ist. Möchte man ein etwas größeres Tablet nutzen, sind individuelle Kontruktionen gefragt. 

Beide X3-Kameras sind bis auf die unterschiedlichen Gimbal identisch. Sie haben einen 1/2,3"-Sony-Sensor mit 12 Megapixeln. JPEG und RAW lassen sich aufnahmen, Videos in den Auflösungen HD 1280 x 720, Full-HD 1920 x 1080, 2,7k 2704 x 1520, UHD 3840 x 2160 und 4k 4096 x 2160. Außerdem gibt es eine Zeitlupenfunktion mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten und einer Bildwiederholfrequenz von 120 fps (Frames per Second). 

Der Gimbal lässt sich wie beim Inspire 1 um +/- 330 Grad drehen und nach oben und unten schwenken. Es stehen verschiedene Optionen zur Wahl, um den Gimbal entsprechend den Anforderungen anzupassen. Gesteuert wird er entweder per Touchscreen in der DJI GO-App oder mittels eine Vierwegeschalters am Handgriff des OSMO. Dort sind auch zwei Tasten, mit denen entweder ein Foto ausgelöst wird oder eine Video-Aufnahme gestartet und gestoppt wird.

An der Vorderseite des OSMO befindet sich ein Mikrofon-Anschluss. Hier lässt sich ein externes Mikrofon anschließen und so die Qualität des Tons verbessern. Dies ist besondern in Hinblick auf das Lüftergeräusch der X3-Kamera sinnvoll. Beide Kameras – die schwarze und weuße – haben einen eingebauten Lüfter, der bei leisen Umgebungsgeräuschen deutlich zu hören ist, wenn man das interne Mikrofon des OSMO verwendet. Das Mikrofon lässt sich an eine zusätzlichen Halter an die OSMO anbringen.

Zubehör

Das Zubehör-Angebot zum OSMO ist inzwischen sehr umfangreich. Die wichtigsten Teile sind der Standfuß (Base – 10,00 Euro), das handliche Dreibein-Stativ (Tripod – 59,00 Euro), eine Armverlängerung (Straight Extension Arm – 28,00 Euro),  der Universal-Mount (28,00 Euro), die Fahrzeugbefestigung mit drei Saufnäpfen (Vehicle Mount – 79,00 Euro), der Fahrrad-Halter mit Stoßdämpfer (Bike-Mount – 55,00 Euro) und der Selfie-Stick (Extension Rod – 59,00 Euro). Ersatzakkus sind für längere Einsätze empfehlenswert und kosten 39,00 Euro. Ein vollgeladener Akku hält maximal eine Stunde. 

Dazu gibt es diverses Kleinzubehör zur Befestigung von Licht und Mikrofon. 

Bei Fragen rund um das Thema Zubehör und welche Teile sich wie kombinieren lassen, berate ich gerne. Einfach das Kontaktformular ausfüllen und ich melde mich.

Los geht's

Der OSMO ist ruck-zuck Einsatzbereit. Der Handgimbal wird in einer schicken kleinen Tasche geliefert. Um ihn startklar zu machen, muss nur der Haltebügel fürs Handy ausgeklappt und ein Smartphone eingesetzt werden. Nun noch die Arretierung des Gimbals lösen. Dazu wird der kleine Sicherungshebel nach oben geschoben und die Kamera aus der Arretierung gelöst. Nun Einschalten und los geht's – die Kamera richtet sich blitzschnell nach vorne aus. Nun ins WLAN-Menüs des Handys gehen und den OSMO auswählen. Mit dem Kennwort 12341234 wird die Verbindung aufgebaut. Zum Schluss die DJI Go-App öffenen und den OSMO wählen. Schon erscheint das Bild auf dem Bildschirm des Smartphones.

Der OSMO fühlt sich hochwertig und gut verarbeitet an. Der Halter ist aus solidem Aluminum. Auf der Rückseite des Handgriffs befinden sich zwei Tasten und ein Vierwegeschalter. Mit dem wird die Ausrichtung der Kamera gesteuert: Eine Videoaufnahme startet man, indem man den Knopf mit dem roten Punkt drückt, mit einem weiteren Druck darauf wird sie gestoppt. Ein Druck auf die große schwarze Taste und der OSMO macht ein Foto. Auf der Vorderseite gibt es einen weiteren Schalter, Drückt man den zweimal, richtet sich die Kamera nach vorne aus, quasi in die Ausgangsposition. Drückt man die Taste dreimal, dreht sich die Kamera in die Selfi-Position. 

Zusätzlich gibt es zwei LEDs bei den Tasten. Die rechte leuchtet grün, wenn die Kamera eingeschaltet ist und blinkt grün, wenn die Kamera im Standby-Modus ist, Der wird aktiviert, indem der Einschalter einmal kurz betätigt wird. Die linke LED leuchtet kurz grün, wenn ein Foto gemacht wird und rot, während einer Videoaufnahme. An der Vorderseite gibt es noch eine Buchse, an die ein externes Mikrofon angeschlossen werden kann. 

DJI GO-App

Die Einstellmöglichkeiten in der DJI GO-App sind weniger umfangreich, als beim Inspire 1 oder Phantom 3. Immerhin fallen die gesamte Datenübertragung und die copter-spezifischen Einstellungen weg. Es bleiben also nut die verschiedenen Foto- und Video-Einstellungen, sowie die für den Gimbal. Die findet man nach einem Druck auf das kleine Zahnrad unten rechts: Camera, Gimbal und General sind die drei Menüpunkte, die nun erscheinen. 

Der Menüpunkt "Canera" ist unterteilt in Video, Photos und Genral. Wichtigster Punkt hier sind die Videoeinstellungen. Hier kann zwischen den Auflösungen 4k (3840 x 2160 und 4096 x 2160 mit 25 oder 24 fps), 2,7k (2704 x 1520 mit 25 oder 24 fps), Full-HD (1920 x 1080 mit 50, 48, 25 oder 24 fps) und HD (1280 x 720 mit 48, 25 oder 30 fps) gewählt werden. Zusätzlich kann in der Auflösung Full-HD eine Bildwiederholrate von 120 fps gewählt werden. Schaltet mna beim Menüpunkt "Video Standard" auf NTSC, so stehen die entsprechenden Bildwiederhoralten zur Verfügung: statt 50fps dann 60fps und statt 25fps dann 30fps.

Achtung: Die Zeitlupenfunktion verändert den Bildausschnitt. Es werden nicht mehr die vollen 12 Megapixel ausgelesen, sondern nur die Fläche von 1920 x 1080 Bildpunkten in der Mitte des Sensors.

Bei Videoformat kann zwischen MOV und MP4 gewählt werden. Einen Qualitätsunterschied gibt es dabei nicht, sondern nur die "Verpackung" der Datei ändert sich. Als generelle Empfehlung kann man sagen, wer mit einem Mac und OS.X arbeitet, sollte das Format MOV wählen, wer mit einem Windows-Rechner arbeitet, sollte das MP4-Format wählen. Mein Tipp: Unbedingt vor größeren Aufnahmen ausprobieren, welches Format sich auf seinem Compuer oder Fernseher besser verarbeiten lässt. Nichts ist ärgerlicher, als ein langes Urlaubsvideo im falschen Format zu drehen und das dann zu Hause nach dem Urlaub festzustellen.

Möchte man den Ton mit aufnehmen, muss "Record Audio" eingeschaltet werden. Allerdings ist die Tonqualität des eingebauten Mikrofons nicht gerade überwältigend, zudem stört das recht laute Lüftergeräusch. Wer guten Ton haben will, muss ein externes Mikrofon angeschlossen werden. Beim nächsten Punkt kann zwischen den TV-Formaten PAL und NTSC gewählt werden. Üblicherweise sollte man hier PAL wählen. Der Punkt "Video Caption" legt fest, ob Videoaufnahmen nur auf der Micro-SD-Karte in der Kamera gespeichert werden sollen oder auch im Handy – da allerdings nur in HD-Auflösung 1280 x 720.

Nun zu den Foto-Einstellungen. Als erstes kann das Seitenverhältnis gewählt werden: 16 : 9 oder 4 : 3. Möchte man die Fotos später nur auf einem TV-Bildschirm anschauen, sollte man das 16 : 9-Format wählen, denn dann werden die Fotos formatfüllend angezeigt. Ist das 4 : 3-Format gewählt erscheinen entweder links und rechts schwarze Balken, das Bild wird nur unvollständig angezeigt oder es muss beschnitten werden. Hier sollte man sich also vor der Aufnahme überlegen, was man mit den Fotos machen möchte.

Wie auch schon beim Inspire 1 und Phantom 3 lässt sich wählen, ob die Fotos nur im JPEG-Format, nur im RAW-Format oder beiden Formaten gespeichert werden sollen. Ist das RAW-Format oder die Kombination gewählt, sollte eine schnelle Micro-SD-Karte verwendet werden mit einer Datenrate von mindesten 45 Mbit/s, ansonsten dauert das Speichern der Fotos recht lange. Unter dem Punkt Timelapse Format" wird festgelegt, ob bei einer Zeitrafferaufnahme nur ein Video erstellt werden soll oder zusätzlich auch die Einzelbilder im JPEG-Format gespeichert werden sollen.

Unter General folgen nun Einstellungen, die sowohl Video als auch Foto betreffen. 

Wer die App vom Inspire 1 oder Phantom 3 kennt, wird sich hier schnell zurecht finden.

Fazit

Der OSMO lässt sich flexibel einsetzen. Für fast alle Anwendungen gibt es entsprechendes Zubehör. Das Bild ist extrem stabil und wird perfekt stabilisiert. Die Qualität ist sehr gut, eine Verbesserung bringt demnächst dann noch die X5, die zusätzlich mit verschiedenen Objektiven genutzt werden kann. Wer seine Luftaufnahmen mit Bodenaufnahmen ergänzen möchte, bekommt mit dem OSMO einen im Vergleich zu anderen Systemen günstigen Handgimbal mit einer guten Kamera. Einziger Kritikpunkt: Eine längere Akkulaufzeit oder ein externer Stromanschluss fehlen noch.

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